Sitzen Sie gut? Ihr Kollege auch? Kein Rücken? Kein Wackeln, Quietschen, Quetschen, Rutschen? Dann haben Sie allen Grund, sich zu freuen. Denn wer bei seiner Arbeit sitzt, sitzt alles andere als einfach. Er soll bequem sitzen – und gesund, obwohl er als Mensch fürs lange Sitzen nicht geboren ist. Er soll individuell sitzen – und im Firmenlook. Er soll maßgeschneidert sitzen – und wirtschaftlich. Ganz schön viele Anforderungen an die, die täglich im Büro sitzen. Und auch an all jene, die Bürostühle beschaffen. Dabei könnte alles so einfach sein.

Wie sie als Einkäufer im Bürostuhl-Dschungel schneller fündig werden
Ob Sie sich auf Messen inspirieren lassen, online recherchieren oder in den Ausstellungen der Büroeinrichtern umschauen – eines wird schnell deutlich: Es mangelt in puncto Design, Funktionalität, Qualität und Preis nicht an Vielfalt. Eher an Orientierung.

Der Großteil der Bürostuhlkonzepte ist darauf ausgerichtet, individuelle Wünsche und einzelne Anforderungen an Bürostühle mit unzähligen Varianten abzudecken. Das bedeutet: Oft müssen dicke Kataloge oder Ordner gewälzt werden, um die passenden Bürostühle zusammenzustellen. Was Zeit, Geld – und Nerven kostet. Vor allem, wenn man nicht nur einen Bürostuhl braucht, sondern eine ganze Abteilung ausstatten soll.

Unser Tipp: Ein Bürostuhl-Baukasten erleichtert die Orientierung und beschleunigt die Konfiguration der einzelnen Bürostühle. Jeder einzelne Bürostuhl baut dabei auf einer zentralen Komponente wie z.B. der Rückenlehne, auf. Alles weitere wie Mechaniken, Armlehnen, Fußkreuz, Sitz, Rollen aber auch Stoffe können am beste per Klick beliebig zusammengestellt werden. Und zwar nach individuellen Ergonomie- und Komfortansprüchen, nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten oder nach beidem. Ein ausgezeichnetes Beispiel für einen praktischen Stuhl-Baukasten finden Sie hier

Wie Sie am besten sitzen
Haben Sie einen passenden Bürostuhl gefunden, bedeutet das nicht automatisch, dass Sie auch gut sitzen. Unsere sechs Tipps verhelfen Ihnen zu einer ergonomischen Sitzhaltung. Der Schlüssel: Lernen Sie Ihren Bürostuhl gut kennen und bleiben Sie nicht ewig sitzen.

1. Üben Sie, Ihren Arbeitsstuhl richtig einzustellen.
Machen Sie sich mit Ihrem ergonomischen Arbeitsstuhl vertraut. Nur wenn Sie seine Funktionen kennen und diese auch mit einem Handgriff einstellen können, unterstützt Ihr Bürostuhl Sie bei einer korrekten Sitzhaltung im Arbeitsalltag.

2. Stellen Sie Tisch- und Stuhlhöhe richtig ein.
Sitzen Sie so, dass Ober- und Unterarme und Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden, die Füße ganz auf dem Boden stehen und die Arme locker aufliegen. Es empfiehlt sich eine leicht geneigte Sitzfläche, um das Becken etwas aufzurichten. Übrigens: Auf der Vorderkante und mit stark geneigten Oberschenkeln sitzen Sie nicht stabil und leinere Winkel bei stark gebeugten Knien beeinträchtigen die Durchblutung.

3. Nutzen Sie Ihren gesamten Bürostuhl.
Nutzen Sie die körpergerecht geformte Rückenlehne und Sitzfläche Ihres Arbeitsstuhls. Die Wölbung der Rückenlehne soll Ihren Rücken im unteren und mittleren Bereich (Lendenwirbelsäule) abstützen. Passen Sie die Lehne Ihren individuellen Körpermaßen an. Sitzen Sie auf der gesamten Sitzfläche. Sie sollte zwei Drittel der Oberschenkel stützen.

4. Halten Sie sich Sie aufrecht.
Ein leicht nach vorne gekipptes Becken verhindert einen Rundrücken und lässt Sie aufrecht sitzen. Das belastet Muskulatur und Bandscheiben gleichmäßig, nimmt den Druckt vom Bauch. Die Beine sind besser durchblutet.

5. Bewegen Sie sich im Sitzen.
Nutzen Sie die dynamische Sitzfunktion Ihres Arbeitsstuhls. Sitzen Sie mal nach vorn geneigt, mal aufrecht und mal zurückgelehnt. Lassen Sie sich dabei von Ihrer Rückenlehne stützen. Das beugt einseitigen Belastungen der Wirbelsäule vor und verbessert andererseits die Durchblutung der Bandscheibenmuskulatur.

6. Stehen Sie auf.
Es gibt nicht DIE richtige Sitzposition für stundenlanges Sitzen. Wechseln Sie deshalb öfter die Haltung und stehen Sie zwischendurch auch auf. So bleiben die Rückenmuskeln in Bewegung und die Durchblutung wird angeregt.